„Münchner Luftreinhaltung stinkt Kränzlein“

Es ist schon bemerkenswert, in welchen Dimensionen der Puchheimer Bürgermeister Dr. Kränzlein denkt: Von der Regierung von Oberbayern fordert er ein neues Verkehrsgutachten, da er befürchtet, dass durch die Münchner Verkehrsplanung, insbesondere wegen des LKW-Verkehrs, erhöhte Umweltbelastungen im Umland auftreten werden.


Seine Forderung und seine diesbezügliche Argumentation mag sinnvoll sein; allein, er täte gut daran, erst einmal vor seiner eigenen Haustüre zu kehren. In ihren eigenen Planungen will die Gemeinde Puchheim ein Neubaugebiet ausweisen, ohne ein entsprechendes Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben zu haben ( Wohnpark Roggenstein ). Auf die Frage, wie die bisher schon verkehrsmäßig völlig überlastete Obere Lagerstrasse und Lagerstrasse mit den mehr als 1000 zusätzlichen Kfz fertig werden soll, wurde bislang überhaupt nicht eingegangen. Auch bezüglich der “Schleichwegfrage”, nämlich dass die Obere Lagerstrasse - teilweise auch die Lochhauserstrasse - von Eichenauer, Emmeringer und Fürstenfeldbrucker Bürgern als Schleichweg auf dem Weg nach München benutzt wird, wurde von der Gemeinde Puchheim gegenüber dem Verein Lebensraum Puchheim, der dies angeprangert hatte, nicht eingegangen. Es wäre wünschenswert, dass Herr Dr. Kränzlein, bevor er global das Denken beginnt, erst einmal lokal handelte. Zumal, da vom Verein Lebensraum Puchheim e.V. diesbezüglich praktikable und sehr billige Vorschläge zur Änderung der Situation in der Oberen Lagerstrasse / Lagerstrasse gemacht wurden. Die Belastung, der die Anwohner der Oberen Lager-/Lagerstrasse durch Lärm, Feinstaub, etc. ausgesetzt sind, ist sicherlich höher, als die Umweltbelastung durch eine Strasse, die weit von Wohngebieten entfernt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Schuwerk
1. Vorsitzender


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