Gefährdung von Radfahrern in Puchheim

Zum Artikel „Lastenwagenfahrer streift Radfahrerin” in SZ-Ausgabe vom 2.12.08 und Leserbrief von Herrn Immler vom 6./7.12.08

Indirekt gesteht Herr Immler (ADFC-Ortssprecher und Gemeinderat in Puchheim) in seinem Leserbrief zu, dass das Radfahren in Puchheim - insbesondere auf der Lochhauser Str. und bei der hoch gelobten „Perlenkette” in der Allinger Str. - gefährlich ist. Seine Empfehlung „selbstbewusst” in der Mitte der Straße zu fahren ist jedoch nach der STVO nicht zulässig, da ein Fahrradfahrer im Regelfall höchsten 80 cm bis 1,2 m vom Randstein entfernt fahren darf. Zudem hält auch dies die Autofahrer nicht davon ab riskant zu überholen und, um einen Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr zu vermeiden, den Überholten zu schneiden. Ganz abgesehen davon, dass man bei einer derartigen Fahrweise ständig angehupt wird, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Anstatt derartige Ratschläge zu geben, wäre es besser, wenn er sich in seinen Funktionen dafür intensiv einsetzen würde, dass Puchheim endlich Radfahrer freundlicher und sicherer wird. Z. B. würde ein Schutzstreifen (nach STVO eine unterbrochene Markierung eines mind. 1.25 m breiten Bedarfsweges für Radfahrer) entlang der Lochhauser- und der Allinger Str. erheblich dazu beitragen. Auch könnten die (wenigen) Radwege, die derzeit abrupt enden, mit derartigen Markierungen in den Straßenverlauf übergeführt werden.


>> Zurück zur Startseite

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.