Kontakt mit dem Bürgermeister, Herrn Seidl

Vor der Bürgermeisterwahl 2012 haben wir mit allen Kandidaten Gespräche geführt, um deren Ansicht zu verschiedenen Themen - vor allem zur Verkehrspolitik in Puchheim - zu ergründen.

Herr Seidl stimmte in vielen Punkten mit uns überein und vereinbarte mit uns weitere Gespräche nach der Wahl.

Anknüpfend an dieses Gespräch stellten wir im Februar in einem Schreiben wichtige Punkte zur Verkehrspolitik dar und baten um eine Stellungnahme.

In einem Antwortschreiben stellt Herr Seidl fest, dass derzeit “kleine Schritte” unternommen würden und die große Verkehrspolitik einen “langen Atem” brauche. Dazu nannte er auch verschiedene Aktivitäten, die zunächst abgearbeitet werden sollen:

  • Beim ruhenden Verkehr eine Parkraumüberwachung (zwischenzeitlich beschlossen), das Abstellen von “Werbeanhänger” und das Abstellen von Rädern am Bahnhof.
  • Beim fließenden Verkehr die Beschaffung eines Geschwindigkeitsmesssystems, eine Durchfahrtsregelung (?) für die Adenauer Straße, Beobachtung der Situation in der Augsburger Straße und eine “Beurteilung” der Straßenschwellen in der Lagerstraße.
  • Zudem die Realisierung eines Behelfsbahnsteigs auf der Nordseite.
  • Des Weiteren wurde ein Gespräche über Tempo 40 mit dem Bgm von Germering angesprochen und die Situation zur Realisierung der Olchinger Umgehung “beruhigt zur Kenntnis genommen”.

In einem zweiten Schreiben im März stellten wir fest, dass die Auswirkungen der bisherigen, verkorksten Verkehrspolitik zwar nicht mehr generell beseitigt werden, aber bei gutem Willen in eigener Zuständigkeit und mit geringen Kosten verbessert werden könnten.
Wir gingen auf die einzelnen Punkte ein und stellten klar, dass

  • anstatt einer Parkraumüberwachung der innerstädtische Autoverkehr und damit das Parken durch eine Verbesserung der Situation für die Radfahrer reduziert werden kann,
  • das Problem nicht die abgestellten Werbeanhänger, sondern die auf den schmalen Seitenstreifen agestellten Reise- und Linienbusse sind,
  • die Straßenschwellen in der Lagerstraße keine Verkehrsberuhigung sondern nur eine Erhöhung des Verkehrslärms bringen und eine Gefahr für die Radfahrer bei Glatteis darstellen. Notwendig ist die Lagerstraße in ihrer gesamten Länge auf zumindest 40 km/h  zu beschränken und damit die häufigen, unverständlichen Tempowechsel zu reduzieren, die Gefährdung durch durchrasende Schulbusse und an den unübersichtlichen Einmündungen von wichtigen, viel begangenen und befahrenen Seitenstraßen und -wegen zu reduziern.
  • die anscheinend angedachte stärkere Verkehrsüberwachung nichts bringt, wenn einerseits unsinnige und unverständliche Beschränkungen (z.B. 30 km/h bei der Parkgargen-Ein-/Ausfahrt, ständige Tempowechsel auf der Lagerstraße) festgelegt und kontrolliert werden, keine Konsequenzen jedoch aus den Verkehrszählungen der letzten Jahre gezogen werden.
  • es unverständlich ist, dass Puchheim auch anscheinend weiterhin die Realisierung der Olchinger Umgehung passiv begleitet, da durch diese Umgehung und durch das geplante Industriegebiet in Eichenau der Verkehr durch Puchheim - nach einem vorliegenden Gutachten - erheblich zunehmen wird.

Leider haben wir auf unser zweites Schreiben noch keine Antwort erhalten. Es hat somit den Anschein, dass eine echte Auseinandersetzung mit den hausgemachten Verkehrsproblemen nicht gewünscht und beabsichtigt ist.

Anscheinend werden die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger nur nach Aktionen, wie Unterschriftenlisten, Demonstrationen und Bürgerbegehren,  ernst genommen.


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